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Scoring

Der Begriff „Scoring“ stammt aus dem Englischen und bedeutet zählen, einstufen, Punkte machen. Banken bewerten mit dieser Methode die Fähigkeit ihrer Kunden Kredite zurück zahlen zu können. Die wichtigsten Daten für das Scoring sind Informationen über nicht zurückgezahlte Kredite und Handyrechnungen in der Vergangenheit, aber auch das Alter und der Wohnort können dafür verwendet werden. Ein schlechter Score-Wert bedeutet häufig, dass der Kreditnehmer höhere Zinsen für einen Kredit zahlen muss oder dass er keinen bekommt.

Hinweis: Die Daten, die für den Score-Wert verwendet werden, sind oft veraltet oder nicht korrekt. Daher hat man ein Recht auf Überprüfung des Score-Wertes und der dafür genutzten Daten.

Fachlich:

Scoring ist die Bewertung von Verbrauchern mit einer Note, die anhand von Merkmalen und Erfahrungen mit Menschen mit vergleichbaren Eigenschaften erstellt wird. Der Score-Wert gibt Auskunft über die Wahrscheinlichkeit einer verzögerten Ratenzahlung bzw. eines Kreditausfalls vergleichbarer Personen. Basis dafür sind Daten über bestehende Kredite, das Alter aber auch die Adresse und sogenannte Negativmerkmale, also nicht gezahlte Rechnungen, erfolglose Mahnungen, gekündigte Kredite und abgegebene eidesstattliche Versicherungen. Bei einem risk-based pricing, also verschiedenen Zinssätzen bei unterschiedlich angenommener Bonität der Kunden, führt ein schlechterer Score-Wert zu höheren Zinsen. Gem. § 34 BDSG besteht seit dem Jahr 2010 ein detailliertes Auskunftsrecht gegenüber der für die Entscheidung verantwortlichen Stelle (z. B. SCHUFA) über die gespeicherten Score-Werte, deren Bedeutung und über die dazu benutzten Daten.